Vergleichen Sie zuerst den Leistungsumfang, dann den Preis.
Zwei Angebote für eine Website können sehr unterschiedliche Leistungen enthalten. Eines umfasst möglicherweise nur Gestaltung und Veröffentlichung, während ein anderes auch die Überarbeitung von Inhalten, Datenmigration oder ein Verwaltungssystem einschließt. Klären Sie deshalb vor dem Gesamtpreis, was tatsächlich geliefert wird. Ohne schriftliche Angaben zu Seitenzahl, Seitentypen, Sprachen und Funktionen ist ein fundierter Vergleich kaum möglich.
Nicht nur die Seitenzahl zählt, sondern auch die Funktionen.
Eine Unternehmenswebsite mit fünf Seiten stellt andere Anforderungen als ein Mitgliederportal mit derselben Seitenzahl. Anfrageformulare, Buchungen, Zugriffsrechte und externe Schnittstellen erfordern eigene Analyse- und Testschritte. Unterscheiden Sie außerdem zwischen wiederverwendbaren Seitenvorlagen und individuell aufgebauten Inhaltsseiten. Wer ausschließlich den Preis pro Seite vergleicht, übersieht leicht entscheidende Leistungsunterschiede.
Klären Sie die Zuständigkeiten für Inhalte und Gestaltung.
Wer Logo, Texte, Produktinformationen und Fotos liefert, beeinflusst den Zeitplan. Die Anpassung eines fertigen Themes folgt einem anderen Prozess als ein individuelles Interface für Ihre Marke. Prüfen Sie, wie das Angebot die mobile Darstellung, Designfreigaben und Korrekturrunden regelt. Sind Inhalte noch nicht verfügbar, sollte ihre Erstellung separat eingeplant werden.
Berücksichtigen Sie die Kosten nach dem Start.
Für Domain, Hosting, kostenpflichtige Erweiterungen, E-Mail und Wartung können laufende Kosten entstehen. Unterscheiden Sie zwischen Einstiegspreisen und Verlängerungsgebühren. Technische Updates, Inhaltspflege und neue Funktionen sind verschiedene Leistungen; klären Sie, welche davon enthalten sind. Ebenso wichtig ist, wem die Konten gehören und wer Zugriff darauf erhält.
Holen Sie Angebote auf derselben Grundlage ein.
Erstellen Sie eine kurze Anforderungsliste mit Projektziel, benötigten Seiten, unverzichtbaren Funktionen, bestehender Website und geplantem Veröffentlichungszeitraum. Für einen Dienstleister stehen möglicherweise Leistungsseiten und ein Anfrageformular im Vordergrund, für einen Hersteller ein mehrsprachiger Produktkatalog. Wenn alle Anbieter dieselbe Liste erhalten, lassen sich die Ursachen von Preisunterschieden leichter nachvollziehen.
Checkliste vor der Entscheidung
- Sind Seiten und Funktionen schriftlich festgehalten?
- Sind die Zuständigkeiten für Inhalte, Bilder und Lizenzen geklärt?
- Ist der Unterschied zwischen Korrekturen und neuen Anforderungen definiert?
- Sind Verlängerung, Wartung und Hosting separat ausgewiesen?
- Sind Verwaltungszugänge und Übergabebedingungen geregelt?